Sonntag, Juni 24, 2007

Farbkugeln peitschen die Stille

Unser Ausflug mit dem Böll in das feine Thüringen steht nun dokumentiert hier bereit:


klicken

es gibt sogar einige filmische Beiträge...hier

Mittwoch, Juni 20, 2007

Manchmal aber macht Fernsehen einfach nur ratlos und verzweifelt, stumpf und sprachlos

gefunden bei spiegel.de


GÜLCANS TRAUMHOCHZEIT"

Schnatter, schnatter, schnatter

Von Reinhard Mohr

Auf ProSieben kann man jetzt der Viva-Moderatorin Gülcan Karahanci bei den Vorbereitungen auf ihre "Traumhochzeit" zusehen. Das hält man nur aus, weil die fröhliche 24-Jährige so ausdauernd vor sich hinplappert, dass man irgendwann seine eigenen Gedanken nicht mehr hört.

Fernsehen macht die Dummen dümmer und die Klugen klüger - so lautet eine jener Welterklärungsformeln der fortgeschrittenen Mediengesellschaft, die nebenher auch eine bequeme Legitimation für den kleineren Teil der Gesellschaft ist, sich durch die Sender zu zappen.
Die These mag stimmen oder nicht.

Manchmal aber macht Fernsehen einfach nur ratlos und verzweifelt, stumpf und sprachlos. Am liebsten möchte man dann nur noch in antike Schmerzensrufe ausbrechen und sich anschließend auf eine einsame grüne Wiese legen, irgendwo im Schatten eines Olivenbaums, und den Schafen beim Grasen zuschauen.
Oh Programmverantwortliche, beim Apoll und der Pallas Athene, Ihr seid die Wahnsinnigen unserer Zeit! Oh Kameramänner und Regisseure dieser Doku-Soap-Pest, beim heiligen Zeus - wie müsst Ihr leiden! Oh Redakteure und Produzenten, die Ihr in Eurer Jugend womöglich noch gelernt habt, zu lesen und zu schreiben - wie könnt Ihr das vor Gott und Euch selbst rechtfertigen?!
Wer gestern Abend um 20.15 Uhr, aus welch undurchsichtigen oder nichtswürdigen Gründen auch immer, den ersten Teil der Doku-Soap "Gülcans Traumhochzeit" auf ProSieben verfolgt hat, rang jedenfalls schon binnen weniger Minuten nach Worten, die im Kopf alsbald begannen, ein dröhnendes Eigenleben zu führen.
Bum. Bum. Bum.

Sie bildeten das einzig hörbare Gegengewicht zu jenem ostinaten, niemals endenden Geschnatter der deutsch-türkischen Viva-Moderatorin Gülcan Karahanci, 24, "Woman of the Year 2004" der Zeitschrift "Maxim", die offenkundig ernsthaft plant, den einzigen Sohn des Großbäckers, Multimillionärs und derzeitigen Besitzers der "Nordsee"-Kette, Heiner Kamps, zu heiraten.
"Er hört mir ja gar nicht zu!"
Ganz im Trend der neuen "Alphamädchen", die die einstigen Alphamännchen einfach an die Seite schieben, hat Sebastian Kamps, 25, allerdings so gut wie nichts zu sagen. Wie soll er auch?
Gülcan, 1,62 Meter groß, "Deutschlands heißeste TV-Moderatorin", redet und redet und redet. Dagegen wirkt Verona Pooth wie die Insassin eines Schweigeklosters. Gülcan redet über alles und jedes. Über den Wasserfleck an der Decke und die "süße Mami" in Travemünde, über ihren Hund und das Hochzeitskleid, über die Chippendales und die Hochzeitstorte, über die Speisenfolge, Orchideen, Minigolf, ihre Haare, Brötchenholen und noch mal den Wasserfleck.
FORUM

Nach kurzer Zeit hört man sowieso nicht mehr zu. Auch nicht der Ehemann in spe, der schon lange vor der Hochzeit im August aufgegeben hat, Widerworte zu geben. Aber das nützt ihm nicht viel. Wie von Loriot inszeniert beschwert sich Gülcan: "Er hört mir ja gar nicht zu!"
Nur einmal platzt Sebastian - in einer reichlich gestellt wirkenden Szene - der Kragen: "Nerv nich', lackier' dir die Nägel!", sagt er im Gehen. Sebastian, der Alleinerbe des Kamps-Imperiums, hat längst kapituliert. Im Übrigen verhält er sich wie alle Männer in einer solchen Situation: Er setzt sich in seinen Audi TT und fährt zu seinem Kumpel. Der organisiert ein "Promi-Wettrennen" mit Sportwagen. Das ist doch mal was.
Die Frauen beider Familien, darunter Bäckersfrau Petra Kamps, diskutieren derweil als informelles "Hochzeitskomitee" im Supermarkt über Königsberger Klopse, Spargel und Rinderfilet. "Das ist kein Chaos", sagt Oma Kamps, "das ist ein Durcheinander. Chaos ist schlimmer." Oma kennt die Welt. Krieg und Vertreibung waren sicher viel schlimmer.
Für alle anderen aber, die Krieg und Vertreibung, Gott sei Dank, nicht erlebt haben, kann es kaum etwas Schlimmeres geben als "Gülcans Traumhochzeit", die sich natur- und programmgemäß noch Monate hinziehen wird: Wird Gülcans Hündchen das Hochzeitshemdchen auch passen? Hält Sebastians entzündeter Kiefer (Achtung: Psychosomatik!), der ihn schon für vier Tage ans Bett im Krankenhaus gefesselt hat, bis zum "Ja-Wort"?
Wird Vater Karahanci wenigstens bei der Bankettrede ein bisschen deutlicher sprechen? Selbst angesichts aller Härten und Abgründe des kommerziellen deutschen Fernsehens ist ein solcher Bilderschwall des puren Nichts der absolute Tiefpunkt. Dass ProSieben dafür auch nur einen Euro gezahlt haben soll, will man einfach nicht glauben.
Aber man glaubt ja auch nicht jenen kurzen Dialog zwischen Gülcan und Sebastian, bei dem es darum geht, ob man einen Conférencier für die Traumhochzeit brauche.
"Conférencier? Was ist das?" fragt Gülcan.
"So was wie ein Moderator", antwortet ihre große Schwester, die nicht ganz so hübsch ist, aber dafür schlauer.
Darauf Gülcan fröhlich: "Ach so, dann kann ich das ja machen!"

Dienstag, Juni 12, 2007

Samstag, Juni 09, 2007

Stefka nennt es Moloch

Wir sind in Bangkok!
Insgesamt wohl etwas zu frueh, denn wir haben schon den wohl beruehmten Bangkok Koller, den man hier immer nach einiger Zeit bekommen sollte, wenn die grosse grosse Stadt zu gross laut stinkend und auf die Nerven gehend sein sollte.

Wir hatten den Koller direkt am ersten Tag, nachdem wir den Wat Pho (den liegenden Buddha und den Tempel darum) besichtigt hatten. ((Originalton dort aufgeschnappt....

T1 (im Reisefuehrer blaetternd): Where are we here then ?
T2: Wat Pho!
T1> Wat Po?
T2> Yeah, Wat Pho!
T1> With a "P" ?
T2> Yeah with a "P"!))


Nachdem wir den Buddha liegend sahen, wollten wir IRGENDWO was fruehstuecken und machten den Fehler, das ausgesuchte etwas weiter wegliegende Ziel zu Fuss erreichen zu wollen. Ein grosser grosser Fehler. Wir durchquerten unbewusst den Amulettmarkt (fiel uns hinterher auf) und landeten dann auf etwas wie einem Gemisch aus stinkenden Abfluessen und Apothekenverkaeufen an der Strasse und wiederum geruchsneutralen Amulettverkaeufern. Irgendwann nachdem ich mir zweimal den grossen Zeh (jeweils den selben)an einem Betonstueck, das ploetzlich auf dem Gehweg aufragte (jeweils unterschiedlichen) gestossen hatte, fanden wir eine Fruehstuecksherberge, nicht ohne vorher voelligst genervt zu sein.

Danach gings zurueck auf dem Fluss (dem einzigen sinnvollen Verkehrsmittel hier ausser dem Skytrain) in unser Hotel. Dieses wiederum ist nicht zu verachten, allerdings haben wir einen Null-Fruhstueck-Vertrag, der selbiges fuer in hiesigen Breiten astronomische Hoehen von 14 Euro pro Nase feilbietet. Und dann gibts nichtmal frischen Brombeersaft. Dafuer jedoch eine SKYBAR in der 39. Etage, mit wiederum nicht gerade hinterhergeworfenen Getraenken, jedoch auch mit malerischer romantischer Klavier- und Gesangsmusik schwarzer Natur.

Nachmittags fuhren wir mit dem hoteleigenen Hiltonboot (die Paris war nicht am Steuer, is wohl grad im Knast) zur Skytrain-Haltestelle und mit eben jenem dann zum Siam Square, wo ja wohl dermassen riesige Shoppingzentren und viele an der Zahl dazu um Gaeste buhlen. Ausserdem gibts in der Gegend alle Markenklamotten der Welt jenseits meiner Vorstellungskraft fuer den unglaublichen Preis von 2 Euro das Stueck per T-Shirt. Da waren doch sogar die Euro 1,50 in Chiang Mai fuer meine garantiert echte Billabng Hose gut verhandelt (But its not so good quality!)

Ausser uns sind Touristen aus aller Herren Laender hier am feilschen, darunter auch Inder und Pakis mit jeweils acht Frauen und sieben Kindern. Sie kaufen meistens Koffer, wahrscheinlich mit noch mehr Frauen drin.

Essen haben wir uns direkt im Kaufhaus in einer sogenannten Food Mall geholt, mit wiederum Speisen von allueberall auf dem Globus. Unsere Wahl fiel auf Hotpot, grundsaetzliches Konzept dabei ist, einen Topf mit heisser Fluessigkeit aufm Tisch zu haben und alle Zutaten reinzuschmeissen, zu kochen und anschliessend natuerlich gar wieder raus zu holen und zu essen.
Le Hotpot:

Im Nachhinein koennen wir auch alle Fragen der Angestellten zum Procedere richtig einordnen, so eben auch welche Art von Suppe wir moechten. Wir antworteten beide (zufaellig) TOM KA (also klare Suppe) und erwarteten dann eben eine Suppe. Sie kam in einem Hot Pot und wir fragten, ob denn nun alles bereit sei und bekamen ein JA. Somit begannen wir logischerweise die zugegeben duenne Suppe zu loeffeln. Als der riesige Teller mit Huehnerfleisch, Gemuese, Tofu, Moenchsfliflops und geschnitzten weiteren Spezereien kam, lachten die Kellner und bedeuteten uns, all jenes in unsere "Suppe" zu werfen. Naja, haben wir dann auch gemacht. Waehrend wir danach assen, waren jederzeit mindestens drei Augenpaare von Kellnern aus nicht mehr als 3 m Entfernung auf uns gerichtet. Ob aus Serviceorientierung oder weil sie wieder mal richtig lachen wollten, bleibt unklar.

Am naechsten Morgen kam es zu einer aehnlichen Situation in unserem Hotelzimmer (bzw in einem kleinen abgeteilten Nebengelass desselben) wie auch schon am Tag zuvor, als eine nette Kellnerin Stefka die schaerfsten Speisen des Restaurants empfohlen und kredenzt hatte. Wir hatten uns bis jetzt schon mehrfach geschworen, "morgen italienisch oder so" zu essen, aber bisher sind wir doch immer wieder bei scharfem Thai Essen gelandet.
Die Ursache für die "ähnliche Situation" siehe oben


Die Verkaeufer hier in Bangkok sollten sich auch mittlerweile untereinander austauschen, was unsere Aufnahmefaehigkeit und Empfaenglichkeit fuer gaaaaanz guenstige Angebote angeht. Auf die Frage "where yoo go?" oder auch "where you going?" antworten wir mittlerweile nur noch "this way" und zeigen irgendwohin. Die Angebote der Tuk Tuk Fahrer (10 Baht pro Stunde ((entspricht 20 cent))) quittieren wir nur noch mit einem milden Laecheln und bedauern die Leute, die dann nach ca 3 sec Fahrt ohne Benzin liegen bleiben werden. so ein Zufall.

Ich muss aber zugeben, dass ich vorhin einem Bootstourvermittler aufgesessen bin und objektiv gesehen zuwenig gehandelt habe. Im Endeffekt kam ein Longtailboat-Fahrer angeduest und hat uns ne Stunde durch die Klongs (Kanaele) geschippert. Unter anderem gings zu den floating markets, die dann doch mehr waren, als die zwei Frauen in einem Boot, die uns eine Flasche Wasser fuer 20 Baht und ein Bier (fuer den Fahrer) fuer 80 Baht (klar das Vierfache, warum den auch nicht?) angeboten haben. Ueberall sprangen kleine Kinder in die stinkende Bruehe und wir bekamen sie trotz alledem nicht aufs Foto ("more drama!"; "20 baht if you jump in!"). Insgesamt nicht das Schoenste, dort zu wohnen und man erntet sicher weniger Oooohs und Aaaaas als in Deutschland, wenn man sagt, man hat ein Wassergrundstueck.

Gestern ausserdem das Haus von Jim Thompson angeschaut, ehemaliger Architekt, dann Soldat und dann Unternehmer, der hier den Seidehandel und die Seidenproduktion nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebaut hat. Ausserdem hat er sich noch ein Haus aus 8 ehemaligen traditionellen Thaihaeusern errichtet.

Falls mal jemand nach Bangkok faehrt: Mach doch was andres oder fahr an dem Tag in eine andre Stadt. Das war echt eine wirkliche Farce. Mr Thompson hier und Mr Thompson da. Buddha ist glaub ich auf dem Grundstueck von Mr Thompson hier und Mr Thompson da nur die Nr.2. Ausserdem gab es in seinem Schlafzimmer einen versteckten Nachttopf und wer ihn zuerst sieht, jaja der ist ein kluger Kopf oder kriegt einen Gummipunkt oder was weiss ich denn was.

Und ausserdem: Please no photo in da house of Mista Tompsonnnn....Wallum, dass weiss ich leidel nicht abel es wall eben mal so...

Heute abend werden wir uns mal die hiesig verbreiteten Auffuehrungen der zwielichtigen Art anschauen und ich weiss einfach, dass ich mit meinem Glueck und dem mir innewohnenden Magnetismus fuer alles Unangenehme in irgendeine Nummer eingebaut werden werde, die sich ein krankes Hirn ausgedacht hat. Ladyboys laufen hier auf jeden Fall mal mehr rum als in Koeln.

ich werde berichten.

Sonntag, Juni 03, 2007

Oh du wunderschones Koh Phangan!






Oh du wunderschones Koh Phangan!
Oh du wunderschones Koh Phangan!
Machst mich traurig, machst mich froh...

Deine Straende, deine Berge, waldet zudem, die Straende benagelt
die Berge beklostert

Oh du wunderschones Koh Phangan!
Oh du wunderschones Koh Phangan!

Kleine Schwester von Koh Samuihuihui
Grosser Bruder (Haeh?) von Koh Taohaohao...

es gibt derer Strophen noch mannigfaltigere...


nun sind wir also auf koh phangan. oder wie auch immer das gerade in der populaersten schreibweise buchstabiert werden mag. die schreibweisen der einzelnen orte weichen in der englischen uebersetzung tatsaechlich meilenweit voneinander ab. und wenn es sich nur um so wunderbare beschreibungen handelt wie moterbite rental oder freipeitsh dem leder shake (ein offenbar beruehmter cocktail in diesen breiten wie auch der chiamgau shake und der carl pirinha legalize shake). ich denke, die namen der orte waren frei von jedweder ironie.

koh phangan ist fuerchterlich schoen und noch einigermassen unbefleckt von grossen hotels, wenn man mal die finger von der originalen party location des riesengeheimtipps (PSSSSSSSSSSSSSST!) full moon party in hat rin absieht. da sind wir vorgestern mit unserem moped hingebiket und nachdem wir zufaelligst im tropischen, der regenzeit angemessenen, auf diesen tag entfallenden regenguss der kategorie stark gelandet waren und uns unter dem spott der dort sitzenden einheimischen (geschaeftstuechtigerweise direkt allen unterschlupf suchenden drogen anbietend) unter einem vordach positionierten, ging die fahrt dann irgendwann auch in nur noch leichtem regen weiter.
der feuchtigkeitszustand war nicht gross unterscheidlich zum normalen schwitzen, daher passte das nach einer weile schon wieder. wir stellten alsbald fest, dass der lonely planet, wenn er auch manchmal uebertriebene warnungen vor allem und irgendwas ausspricht, manchmal doch die wahrheit sagt. naemlich gilt dies fuer den weg nach hat rin. der zwar aspahaltiert, aber doch von ehemaligen achterbahnkonsrukteuren erdacht und ausgefuehrt worden war. diverse steigungen und gefaelle =>20% sorgten einseits fuer extrem anstrengungen der yamaha ricke, auf der wir sassen, andererseits fuer ein grosses hallo und gottvertrauen in die bremsen des japaners bei der abfahrt (keine nutella dabeigehabt, katja seizinger!)

in hat rin wars dann einfach nur furchtbar. wie el arenal mit mehr drogen und heisser. und mehr luftfeuchtigkeit. muss wohl nach stefkas aussage der ort gewesen sein, in dem bei the beach leonardo das cabrio gewesen ist, um batterien und kondome fuer den traumstrand zu erstehen und dann so entsetzt von allem wieder abfuhr. kann ich nachvollziehen, sogar wenn man nur in einem abgelegenen ort auf koh phangan naechtigt wie wir. nichts wie wieder weg, die achterbahnfahrt wieder zurueck, noch an ein paar rot erleuchteten bars an der strasse mit an unterhaltung und gutem tanz interessierten thaifrauen vorbei und wieder in unser idyllisches bett gefallen!

auf unserer mopedrundreise gabs noch anderes interessantes zu sehen:wir sahen diverse wasserfaelle ohne oder mit wenig wasser. der paradise waterfall war dabei mit einer viertelgefuellten vorwasserfallwasserauffangeinheit, die nicht an paradise sondern eher an graue bruehe erinnerte. daneben befand sich die elephant trekking station mit den grossen grauhaeutern bereit fuer bergbesteigungen usw. wir machten das nicht, denn tierschutz ist uns heilig.

und gestern dann trat stefka beim muschelsammeln in einen nagel. das versuchten wir zuerst in eigengefuehrter therapie zu kurieren (u.a. durch auswaschen und verbinden und dann spaeter am abend die oben genannten cocktails lederpeitsch und carl pirinha trinkend), heute morgen dann vorbeifahrt am ko phangan hospital, einer kleinen aber feinen einheit des thai gesundheitswesens mit etwa 5 angestellten. es ging alles super schnell, erfuellte die ansprueche an hygiene, die man als westeuropaeer so mitbringt (handschuhe, auswaschen und desinfizieren) und war doch sehr formalistisch (uebernaechster satz). die schwester (doctor not here today because its sunday) versorgte die wunde und gab stefka eine injektion(dont move. injection!) zur betaeubung, nicht ohne dabei die spritze fuer ein paar minuten in der wunde hin und her zu drehen. spater bei der medikamentenausgabe gab es drei schalter auf einer breite von zwei metern. am 1. das rezept abgeben, am 2. zahlen, am 3. dann die medikamente bekommen. ich habs fotografiert. sehr gut auch, dass alle schalter von einer dame bedient wurden, die dafuer auf ihrem rollstuhl hin und her fuhr. und alles abgesichert durch ein prozessdiagramm, auf dem draussen fuer die wartenden erklaert wurde, in welche reihenfolge die einzelnen schritte der medikamentenausgabe zu absolvieren sind.

mit einem kommt man allerdings schwer klar. die thais haben ein grundsaetzliches englischverstaendnis, das aber mit schwierigeren sachverhalten oft ueberfordert scheint. manchmal muss man einfach versuchen, entweder schwierige probleme einfachst auszudruecken oder (am besten) gar keine schwierigen probleme zu haben.
und die aussprache verschmiert sich des oefteren ins unkenntliche> gestern abend sagte der kellner wohl : "thank you very much" und ich hatte verstanden: "i m out of control"

oder wir kommen ins restaurant und er sagt "how are you" oder so aehnlich und als die antwort nicht sofort oder nur leise kommt, wiederholt er das ungelogen 4mal: "how are you""how are you""how are you""how are you"...

morgen wollen wir weiter nach chiang mai. ich bin gespannt!

Donnerstag, Mai 31, 2007

Kohl KRABI was waere die Welt ohne Wortspiele?

Das beste Resort in Krabi, the Tubkaak, hatte ich gesucht und gefunden und ich freute mich, dass dieser zusammen mit noch einem anderen plan funktionierte. wir erlebten dort thailaendische Gastfreundschaft ins Extreme getrieben. es gab sicher 1,5 bis 2 angestellte pro gast und jeder wollte immerzu etwas tun. uns das kayak ins und aus dem wasser tragen. unser gepaeck tragen. uns einen oder auch mehrer biere bzw cocktails ans meer bringen. uns mittags ein kuehles tuch zum gesichtabwischen an den strand bringen

unser Empfangszettel am Flughafen, bei dessen Sichtung ich vor Freude in einen Abflusskanal abstürzte



















ein sehr gelungener Abend mit großer Romantikverankerung


























railay beach

die fahrt dorthin .
vorher wasserkauf im supermarkt und hinweis von der kassiererin, dass es auch wasser zu einem drittel des preises gibt, das mein exclusivwasser gekostet haette. da nahm ich doch das andere und bedankte mich artig, der auf der kasse liegenden katze die flasche auf den schwanz stellend (UNABSICHTLICH), so dass diese schreiend davon stob

sehr relaxt soll es sein dieses railay beach und das ganz zu unrecht. von vielen empfohlen, die dorthin einen tagesausflug gemacht hatten. reichte aber auch aus, ein tagesauflug meine ich. wir haben dort uebernachtet, irgendwie trotz handeln zuviel bezahlt fuer ein schlechtes zimmer, kokosnuesse fielen scheppernd aufs blechdach, als morgens die fleißigen gelb vermummten arbeiter ihr frühes tagwerk begannen.
dazu las ich noch ein gruseliges buch, wo ich doch eher für "lustige filme" bin, die mossies flogen großeinsatz (viele blutige Flecken an der Wand und nach unserer Abreise noch mehr) und andreas mossienetz konnte wegen der Fährnisse des Zimmers nicht wirksam angebracht werden... kaum schlaf und schon abends vor dem schlaf die entscheidung, hier wieder abzufahren...
















ehrliche leute schon wieder. die unseren fahrpreis ,mit dem boot ehrlich verringern, als weitere fahrgaeste kommen...














der minibus mit dem herausgenommenen frontscheinwerfer, durch den der jugendliche fahrer und beifahrer belueftet worden

die fahrt mit dem bus von krabi nach don salak zur faehre mit dreimaligem stopp, weil das unwichtigste teil (-->die bremse) sich nicht loesen liess bzw umgekehrt nicht wirkte...

Ferris MC, der haessliche französische mit allen Lateinern in Muttersprache parlierende und mit nacktem Oberkoerper rumlaufende Franzose sah wirklich sehr sehr haesslich und abstossend aus und musste klar und deutlich der gattung idiot zugeordnet werden. wahrscheinlich hiess er francois oder didier oder aehnlich. ganz schlimm. sonst kommen doch nombrilisierende (boell, jan!!!! ich habe es behalten!)franzosen gar nicht aus ihrem haus raus???

mittagessen das sofort wieder rausgeschwitzt wird, weil auf einer in knallender Sonne gelegenen Raststätte zu sich genommen und von der Art her mit sehr VIEL gruenem Curry versetzt

Punters die davon sprechen dass natuerlich ALLES auf Ko Phangan bereits ausverkauft sei, auch jetzt zur low season weil doch full moon party sei. wir haben spaeter ohne probleme (nixe, nischt, nada) etwas gefunden und das war besser als alles, was ich vorher auf vergilbten prospekten (die den fotos von gerichten an tuerkischen doenerbuden --alt, vergilbt, nicht lecker -- aehnelten) gesehen hatte.

die ganzen von uns "DIE SCHMUTZIGEN" genannten backpackers, die mit viel verständnis fuer das land selbiges entdecken wollen. die entdeckung beschraenkt sich dann doch auf das singha bier, das als SINGA BEER bestellt wird und doch eigentl bei genauerem lonely planet studium singh ausgesprochen worden waere. vielleicht erklaert einem ja nochmal irgendwann ein gutmuetiger thai (am besten gegen geld) das land, moeglicherweise in einer phase ohne vollrausch.

die wirklich orginellen amerikanischen college kids, die out of home hier alkohol trinken duerfen und auch oeffentlich rauchen. wo kann man das denn sonst noch. man sieht nur eben keine thais dasselbe tuen.

FFF --- "facebook friends forever"


unser sehr routinierter Bootsführer, der es sich mit einem Döschen Singha (oder auch zwei) und einem engen Freund im Führerstand der Fähre bequem gemacht hatte


die rastas, die mir doch irgendwie leid tun, so verloren in dieser welt, in der sie einzig an die vergangenheit erinnern oder mal als nette beigabe zum gitarrespielen (bob marley oder eric clapton wenns geht) benutzt werden koennen, denen man ein bier ausgeben kann...oder sich spaeter (GAAANZ BESTIMMT) mit ihnen in der drop in bar verabreden wird (BESTIMMT)







sie werden ganz sicher auch in einer anderen bungalow anlage naechtigen denke ich. wir haben eben einige potentielle rasta-unterkuenfte beim strandspaziergang entdeckt. einige werden eben auch gar nicht mehr bewirtschaftet - wohl seit dem tsunami. genau ausreichend komfort fuer die juenger von haile selassie.

hier auf ko phangan...alles extrem guenstig. moped am tag 200 baht - 4 euro. essen ab 50-100 baht (1-2 euro) eine stunde massage 200 baht (4 euro) werden wir nachher wohl noch wahrnehmen

und unser ko phangan zuhause das sunset cove resort in ao chao phao (oder so aehnlich in einer der 100 schreibvariationen hier buchstabiert, der strand)



das wars erstmal..eine kleine materialsammlung...to be extended!

Donnerstag, Mai 03, 2007

Schäuble und die Islamkonferenz

so heut gesehen bei spiegel online (SPAM.de)


Worum geht es bei Schäubles Islamkonferenz?
Kritiker wie der Grüne Volker Beck behaupten, beim Treffen des Innenministers mit Vertretern der deutschen Muslime handele es sich wieder einmal nur um zielloses Palaver. Zutreffende Analyse oder bloße oppositionelle Polemik? Gibt das Gesprächsprotokoll des heutigen Treffens Aufschluss?

Schäuble: Tach, Islam!

Islam: Tach, Schäuble!

Schäuble: Wie geht's?

Islam: Muss ja, und selbst?

Schäuble: Geht so.

Islam: Diese Trockenheit...

Schäuble: ...furchtbar, ja, total trocken.

Islam: Tja...

Schäuble: Wie?

Islam: Ach, nur so.

Schäuble: So so.

Islam: Ja, ich muss dann auch...

Schäuble: ...ja, wiederschaun.

Samstag, April 28, 2007

Tropische Früchte an gekräuseltem Haar

Wenn ich ein Hotel eröffnen würde, wäre es der erste Schritt, alle Bekannten zu befragen, welche Dinge sie NICHT an einem Hotel mögen.

Wenn ein Bekannter von mir ein Hotel eröffnen und mich derart befragen würde, wären meine Antworten (ohne Anspruch auf eine Reihenfolge der Wichtigkeit):

-Bestandteile des menschlichen Haares aus verschiedenen Haarbewuchsgruppen des menschlichen Körpers in verschiedenen Bereichen des Hotelzimmers vom Bettzeug (weiß und demzufolge u.U. -->bei bestimmten Haarherkünften sehr kontrastreich) über Waschbecken, Dusche, Wanne bis zu Fußbodenfliesen

-Betten aus Zeitaltern vor Entdeckung des Spannbettlakens, die die darunterliegende Matratze (u.U. auch nicht schön) bei lediglich kürzestem Aufliegen des menschlichen Körpers freigeben und entblößen und somit den menschlichen Körper, der sich darob befindet den Unannehmlichkeiten gekräuselter und verknorkelter Bettlaken aussetzt

-Zimmer oberhalb vielbefahrener Autobahnen, Europa-, Bundes- und Landesstraßen. Auch solche Zimmer, die nicht an einer der oben genannten Straßenart, sondern an der "Nebenstraße" liegen und ihr Fenster dann in Wirklichkeit auf die Kreuzung von Autobahn und Nebenstraße blicken lassen. Ja! Natürlich hatten sie recht. Der Lärm kam nicht aus der Nebenstraße.

-Eine Sauna in einem Viersternehotel, die aussieht wie gerade aus einem versifften Bonner Muckibudenstudio entnommen und hier aufgebaut. Ein Ort, an dem man sich verflucht, seine Badelatschen zuhaus gelassen zu haben.

-TOP1: Fruchtcocktail ("tropisch!") aus dem 20 Hektoliter Fass. Jeder Frucht wurden einzeln mit einer perfiden Spritze durch eine Art Dr. Frankenstein der Kompottwissenschaften jegliche Geschmackshinweise entzogen und dann achtlos auf den Boden ausgespritzt. Farblich erinnern die im Zuckerwasser schippernden sogenannten Früchte an Leichenteile von einem schon mehrere Tage herrührenden Todesfall

Hab mein Herz in Heidelberg verloren

Das Schöne an einem Training bei der SAP, jenem Musterbeispiel deutschen Unternehmergeistes, ist, dass man in so einer schönen Stadt wie Heidelberg nächtigen und dann nicht unbedingt pünktlich jeden Morgen um 9 Uhr nach erfolgter Pendelung Heidelberg - Walldorf in den Klassenraum reingetapert kommen kann.

Und Heidelberg hat so einiges zu bieten. Zuerst sei da mal an die tausenden Touristen erinnert, die nachweislich und mehrheitlich aus Japan und den USA kommen, um eine typische deutsche Stadt zu sehen. So typisch, dass es keine zweite davon gibt. Und dieses Schloss, dass wohl auch so etwas wie die Körperung einer romantischen Schlossruine aus dem Märchen darstellt.



Und dann bin ich da und zu allem Überfluss beschert die Klimakatastrophe mir und Heidelberg ein Ende vom April, das eher an den Juli erinnert. Alle sitzen draußen, es wird leckerer Wein gereicht (auf Anfrage) und noch unbehelligt von der Trockenheit schippert der Neckar vorbei und transportiert noch zusätzliche Romantik in Stadt und Schloss-

Und dann kommt mich auch noch die Stefka besuchen und wir beide wohnen im Hotel der Hotels dieser Stadt, einem Traum aus eigendesignten Möbeln, schönster Einrichtung, feinstem Parkett und höchstmöglicher Freundlichkeit. Was kann es schöneres und erholsameres und chilligeres geben als ein paar Tage ohne wirkliche Arbeit, beschult zu werden und dann abends auf seine seit Stunden schon sehr erholte Freundin zu treffen, mit ihr dann ein wenig am Neckar zu liegen, feinsten Lidl-Montepulciano zu verzehren und sich beim Tritt in ein Erdloch eine Bänderdehnung zu holen?
Nicht viel, und ich denke und bin mehr als sicher, dass der durchschnittliche japanische Tourist eine weniger ereignisreiche Zeit und einen geringeren Erholungwert hatte als wir beiden.



Und das, obwohl ich in meiner unendlichen Sportbegeisterung am zweiten Jogging-Tag in Folge kurzfristig beschloss, nach Überquerung der alten Neckarbrücke den scheinbar machbaren Anstieg über den Philosophenweg zu nehmen.

Nach einer kurzen Kurve baute sich der Berg mehr als senkrecht vor mir auf. 100 m vor mir gingen langsam zwei japanische Touristen, der Weg wahr wohl in einen Reiseführer gerutscht. Ich überholte sie noch höchst motiviert und begann aber nach der nächsten Kurve und aus ihrer Sichtweite herausgelaufen, die Richtigkeit meiner Entscheidung anzuzweifeln. Mein Atem näherte sich einer für Menschen zu hohen Geschwindigkeit, auch als ich nach einer weiteren Minute vor mir (es muss knapp vor dem Horizont gewesen sein) den schon vorgelaufenen männlichen Japaner der Reisegruppe Nippon erblickte. Dieser ging zwar bedächtig und langsam, jedoch bestimmt und willensstark den Berg hinauf. Wie sollte ich an ihm vorbeikommen? Ihn hinterrücks mit einem der in den Mauern vermauerten Felsen erschlagen? Die Stimmen und Sprachen seiner Begeleiterinnen imitieren, die ihn von unten aus dem Basislager um Hilfe riefen? Selber Hilfebedürftigkeit vorschützen und dann im geeigneten Augenblick an ihm vorbeischreiten? Ich sage hier schreiten, denn laufen schien im Moment außerhalb meiner Möglichkeiten zu sein. Ich ließ ihn erstmal noch um die nächste Ecke entkommen und zwang mich, weiterzuGEHEN. Ich lief in diesem Moment nicht mehr, denn es war mir unmöglich geworden. Da schien es eine mathematische Beziehung zwischen dem prozentualen Anstieg meiner Laufstrecke und meiner Fähigkeit, ein Bein vor das andre zu setzen, zu geben. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Ich zwang mich dennoch weiterzugehen, nur kurz verschnaufend, als ich -peinlich berührt- ein Liebespaar erblickte, dass auf einer rechtsgelegenen und aufs Tal blickenden Terrassierung abseits des Weges küssend meine Unfähigkeit erblickte, den Sohn Nippons im Bergstieg zu bezwingen. Ich schämte mich und fing trotz völliger Erschöpfung an zu traben, ein Fakt, der mich nach 10 Sekunden direkt wieder in Sichtweite des Japaners brachte bzw. ihn auch in meine Sichtweite.

Irgendwie schaffte ich es dann -LAUFEND- an ihm vorbeizukommen und mich um die nächste Ecke zu mogeln, alles immer noch laufend. Und dann nach zwei weiteren Kurven erblickte ich etwas, das ich in diesem Moment für ein Symbol der Erlösung der Welt von allem Übel hielt:

DER Waagerechte Weg am Hang, der auch meine Rettung war! Ich wartete auf die anerkennenden Blicke anderer Jogger, die das nur in der Gegenrichtung gewagt hatten. Ich erntetet wiederum nur mitleidige Blicke für einen, der einerseits keinen Plan vom Philosophenweg in Heidelberg und zweitens auch keinen vom gesunden Jogging hat. Nichtsdestotrotz lief ich weiter und kam nach 10 Minuten an den steilen Abstieg, an dem viele andere Läufer wiederum Schwäche zeigten und knieschonend gingen.

Ich schonte meine Kniee nicht, lief unbeirrt weiter, auch wenn es weh tat. Eine der von mir passierten Schönstvillen war sicherlich eine Sportklinik, in der man derart beschädigte Beingelenke wieder hnibekommen würde. Doch ich würde ja erst am übernächsten Tag in ein Erdloch treten und möglicherweise Ihrer Hilfe bedürftig sein.

Wieder unten im Tal angelangt erreichte ich den Neckar mit seinen Uferwiesen, auf denen fleißige Studenten nun die letzten Stunden ihres vermeintlich lehrstoffangefüllten Tages -der prallen Sonne ausgesetzt und Härte zu sich selbst zeigend- verbrachten und dabei scheinbar Rettung in Spiel und Alkohol gefunden hatten. Oh Du schöne Jugend der Bildung, des Austauschs und der Ertüchtigung!

Es war ein schöner Abend, ich genoss noch ein wieder zu scharf geratenes Thai-Mahl (nur zwei Chillis auf der Karte) und einen Wein dazu und freute mich meines Lebens und der Aussicht der am nachfolgenden Tage eintreffenden Stefka...

Sonntag, April 22, 2007

Janas Geburtstagsparty

20070422 Janas Geburtstag Benzingerode



und dann noch das...
alles für die Gesundheit!


und am Ende vons Janze hat Jana trotz etwas Angeschlagenseins noch ihr Ceranfeld gereinigt...notdürftig

Montag, April 09, 2007

Ostern in Benzingerode

Guten Tag und guten Abend!

Hier kommen die Fotos vom Wochenende im Harz, angefüllt mit jeder Menge leckerem Essen, besichtigten Sehenswürdigkeiten und wettkampfartig betriebenem Ostereiertrudeln in Mandelholz an der Talsperre...

Sonntag, April 01, 2007

Die Rückkehr der Brigitte M.

eine großartige Serie bei SPAM.de

Die Rückkehr der Brigitte M.

Fremdschämen

Heute abend hat Henry Maske gegen Virgil Hill gekämpft.

Henry Maske war schon immer für mich das Symbol für Fremdschämen. Stefka sagt gerade, der hat immer so eine Stimme wie ein Frosch...Kermit fällt einem ein.

Und jetzt hält der alte Henry auch noch eine ewiglange Abschiedsrede, auch noch die Leute von adidas, Mercedes und Falke nicht zu vergessen.... So sehr peinlich denkt man sich...

Und wenn man ihn fragen würde: "Henry, gegen wen haste denn gekämpft?" dann würde er sagen: "na gegen den Würdschel Hill!"

Schön auch, wie die ganzen Promis da gewesen sind. Ralf Bauer beispielsweise trug einen wunderbar idiotischen Idiotenhut a la Justin Timberlake... Veronica Ferres, alte Dame des Charakterfaches trug ein weißes Kostüm und ihr Boxsachverständnis zur Schau... Und Günter Jauch enttäuschte mich und umarmte hinterher die Frau des Boxers...

Und Henry Maske erwähnte natürlich auch die Golden Arches, ist er doch treuer Gastwirt im Namen von Ronald McDonald in mehreren Einkehrstätten in der brandenburgischen alleebestandenen Provinz und lebte davon gut, meinte man...Doch offensichtlich plagten ihn doch Geldsorgen, auch wenn seine Frau meinte, er hätte sich einfach nur einen Traum mit 40 erfüllt...

Natürlich hat er den Kampf intellektuell gewonnen, ganz anders als Axel Schulz.... Aber nachdem was er von sich gegeben hat, scheint mir das nicht mehr so klar.
Jetzt gibt auch noch der psychisch gestörte Herr Hannawald ein Interview zum Thema des Tages...

Schade nur, dass ich das Lied von Sarah Connor verpasste habe...

Montag, März 26, 2007

Wind und Sonne

Was gibts Schöneres, als sich den Wind um die Nase zu wehen lassen und gleichzeitig die Sonne auf der später schon geröteten Haut zu spüren?

Und dann noch in der Milchbar auf nem Sofa zu liegen und aufs Meer zu schauen, sich alle 2h mal nen neuen Milchreis zu holen????

Norderney ist großartig!


Und hier die Fotos

Dienstag, März 20, 2007

Postfiliale Dorotheenstraße, Bonn

Wie lange kann man ein Gespräch ohne „Bitte“ und „Danke“ führen?

2 Minuten? 5 Minuten? 10 Minuten?

Ich denke, es hängt davon ab, ob man sich in einer Kunde-Dienstleister-Umgebung befindet. Wenn ja, dann sollte man es nicht zu lange ohne die beiden unerlässlichen Höflichkeitsfloskeln der deutschen Sprache aushalten. Allgemein gültig? Sollte es sein!

Ich hatte ein Rundum-Anliegen an die Deutsche Post, das deren klassischem Geschäftsmodell Pakete ausliefern, Pakete annehmen entsprach. Keine Probleme zu erwarten eigentlich. Keine Anfragen an eine Postfiliale, die wegen der Wirmachenallesdochkönnennichtsphilosophie der gelben Läden eventuell nicht erfüllt werden könnten (z.B. postbankartige Anfragen nach Geldwechsel in mexikanische Pesos).


Nein, mir fiel nur auf dem Weg zur Bonner Filiale in der Dorotheenstraße ein, dass ich keinen Personalausweis dabei hatte. Den hatte ich vor kurzem verloren und er war an die Adresse meiner Eltern geschickt worden (andere Adresse, andere Geschichte). Doch ich fasste frohen Mut, es war ein schöner Tag und es würde schon werden.

Ich erblickte also den Mitarbeiter hinter dem Tresen, denn ich war nach kurzer Wartezeit schon an der Reihe. Er trug eine dieser wunderbaren Arizona-Jeans, wie sie Anfang der neunziger Jahre vom Quelle- oder Otto-Katalog in die Welt hinaus propagiert worden waren. Es handelte sich um einen gewagten Schnitt, ähnlich einer Karotte und doch hüftweise sehr hoch aufgehängt. Der Angestellte nutzte die Hüftmöglichkeiten seiner Beinkleider auch optimal aus, denn offenkundig war der Abstand Achsel-Hose nur noch minimal und gleichzeitig erkundete die Naht im Schritt der Hose wohl schon das Körperinnere des Postlers. Ein dem Corporate Design der Deutschen Post entlehnter Schlips war etwas zu kurz gebunden, passte somit aber zum geringeren sichtbaren Oberkörperbereich des Mannes. Er pendelte frech hin und her, so kurz wie der Schlipsknoten es eben zuließ. Seine Haare hatte der Postmann wiederum Anfang der 80iger blondieren lassen und hielt seitdem standhaft und irgendwie auch verzweifelt an diesem modischen Offenbarungseid fest.

Ich war also dran, zeigte mein aufzugebendes Päckchen und meinen Abholschein für das abzuholende und brachte höflich und unter Nutzung meiner erlernten Bitte- und Danke-Vokabeln mein Ansinnen vor.


Er sagte so was wie: „Ausweis!“ „Oh,…“ dachte ich. „Schon hab ich das Problem.“ Ich erklärte ihm, dass ich den nicht dabei hätte. Was man da denn tun könnte. „Nach Hause gehen und Ausweis holen!“, war der wörtliche Wortlaut des Replikanten. Aufgrund einer früheren ähnlichen Posterfahrung hatte ich jedoch noch eine Idee, blickte mich suchend um und screente die nicht vorhandene Warteschlange hinter mir.

Ich fragte den Mann, ob die junge Dame hinter mir mit einem Ausweis mein Päckchen nach entsprechender Bevollmächtigung abholen könnte. Er hielt sich nicht bei konversationsverlängernden Höflichkeitsfloskeln auf und sagte „Ja!“ Ich fragte eine junge Dame, ob sie Ihren Ausweis dabei hätte, sie bejahte und wir begannen gemeinsam, die Bevollmächtigung auszufüllen, wofür kein Ausweis meinerseits sondern nur meine Unterschrift notwendig war.

Der Postmann reagierte etwas pikiert, als wir ihn so ausmanövriert hatten, musste mir jedoch das Päckchen aushändigen. Das tat er einigermaßen wortlos. Also eigentlich völlig wortlos. Dann gab ich das Päckchen, das ich mitgebracht hatte auch noch auf und bezahlte die 3 Euro 90 Cent gern an den Mann. Er hatte wörtlich gesagt „Dreineunzig!“ Ich bedankte mich noch einmal ausdrücklich und höflich, benutzend die Worte Danke und Bitte. So hatte ich es die ganze Zeit getan. So hatte der Mann die ganze Zeit seine Konversation brillierend geführt, ohne die beiden Worte benutzt zu haben.

Ich packte draußen vor der Tür mein Päckchen von Amazon aus, entsorgte die Verpackung in posteigene Abfallbehälter und warf noch einen Blick auf die Packstation. Mit der hätte ich wahrscheinlich ein besseres und zielführenderes Kundegespräch führen können.

Sonntag, März 11, 2007

See my vest

Neulich bei den Simpsons...eine der besten Folgen, die es in letzter Zeit gab... (Ja, ich hatte Zeit, noch vor sieben die Simpsons zu schauen...

http://www.youtube.com/watch?v=aOIyUHxKbMg

Montag, Februar 26, 2007

Good Charlotte


und heute war nun die gute frau engelhardt ausm fernsehen im flieger nach münchen. die dba mausert sich immer mehr zum prominentenchauffeur.. selbiger, dann auf terrestrischen transport spezialisierte angestellte einer münchner taxifirma holte die dame dann vom flughafen ab. hier scheint das mysterium (anders als beim unten genannten container jürgen) gelöst zu sein. mit vornamen heißt sie munich, mit nachnamen models. das stand auf dem abholschild.



Freitag, Februar 23, 2007

Der Mann von gegenüber


ein netter Nachbar ist Goldes wert. Er hält Dir beispielsweise immer die Einfahrt frei, und sei es auch nur ein kurzfristig HALTENDER, der dort steht und noch im Auto sitzt.


der Mann ist einfach ein Original.



ich verweise hier auch auf einen entsprechenden Artikel in einem anderen bekannten Weblog...


NEIN ich beobachte nicht mit einer Digicam meine Umwelt!


Trolley'd

musste bei folgender Ansicht von neulich morgen aus unserem Fenster an einen Abend im Februar oder März 2005 denken. Die Herren Humphries, Rieche und Bollmann sollten sich angesprochen fühlen...
Kleiner Tipp: Es geht NICHT um den Golf und nicht um das Fahrrad!

Dienstag, Februar 20, 2007

CHandgepäck

Wie ich heute morgen feststellen musste, stellt sich auch die DBA vermehrt in der Beschilderung auf einen wachsenden Anteil russischsprachiger und daher mit dem deutschen "H" nicht ganz so vertrauter Passagiere ein...